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03.04.2017

Laden im Depot mit BalanceStar

Laden im Depot mit BalanceStar - Schaltbau Refurbishment GmbH

Die Entscheidung
Viele Städte haben bereits ihre ersten Erfahrungen mit Elektrobussen gesammelt. Meist mit nicht mehr als einer Hand voll Bussen haben sie die Kinderkrankheiten gemeistert und nun sollen es mehr werden.
An dieser Stelle gilt es sich zu entscheiden welcher Ladeart man den Vorzug gibt. Hat man kurze Strecken und wenig Fahrten fällt die Wahl meist auf Fahrzeuge mit einer großen Batterie und Übernachtladung (Over-Night-Charging) im Depot. Möchte man mehr Fahrgäste befördern und sind die Strecken länger wählt man das Gelegenheitsladen (Opportunity-Charging). Dies erfolgt meist an den Endhaltestellen der Linien, da sich hier eine kurze Aufenthaltszeit von einigen Minuten am besten mit dem Fahrplan verträgt.

Laden wenn es passt
Das Gelegenheitsladen skaliert gut mit der Anzahl der Busse. Jede neu elektrifizierte Linie wird mit neuen Ladern ausgestattet. Platz ist im Allgemeinen an den Endhaltestellen kein Problem und auch die Netzlast verteilt sich gut über die Fläche und Zeit.

Laden auf Vorrat
Anders sieht es bei der Übernachtladung aus. Hier ist der Platz im Depot begrenzt und was bei wenigen Fahrzeugen gelingt, wird bei einer größeren Anzahl schwierig. Oft ist die Umstellung von zehn oder zwanzig Bussen geplant mit dem Fernziel der ganzen Flotte. Da die Übernachtlader den Formfaktor „große Kühltruhe auf Rollen“ haben und ein Lader pro Fahrzeug benötigt wird, sind Platzprobleme und Kollisionen vorprogrammiert. Neben der Kabelführung wird auch die Netzanbindung des Depots zum Engpass. Sollen z.B. 20 Busse mit 50kW geladen werden, er gibt sich bereit eine Anschlussleistung von 1MW.

Laden mit Prioritäten
Aus diesem Grund hat die Schaltbau Refburbishment GmbH das System BalanceStar erarbeitet, welches hier weiterhilft. Es besteht aus einer zentralen Ladestation und einem Verteilsystem über Kopf. Die Ladestation ist direkt an das Mittelspannungsnetz angebunden und nutzt die Anschlussleistung optimal aus. Ein Lastmanagementsystem (der „Balancer“) lädt die Fahrzeuge priorisiert auf.
Mit einer Ladeleistung von 150kW pro Ladepunkt kann die Anschlussleistung auf die wichtigen Fahrzeuge konzentriert werden, so dass diese rasch abgefertigt sind. Fahrzeuge, die später in den Einsatz müssen oder deren Batterie noch voll ist, können warten ohne dass es Verzögerungen im Fahrplan gibt.

Man versteht sich
Damit der Balancer korrekt arbeiten kann, benötigt er Daten über die Standzeiten und die geplanten Strecken der Busse. Diese können manuell eingeben werden oder von einem vorhandenen
Betriebshofmanagementsystem mit einer API abgerufen werden. Weiter wird der Ladezustand des Fahrzeuges benötigt, der vom Lader erfragt und an den Balancer übermittelt wird.

Man rückt zusammen
Um die benötigte Anzahl Lader mittlerer Leistung platzsparend unterzubringen hat die Schaltbau Refurbishment GmbH ihre Lader geschrumpft. Das neue Modell „EVA950-Blade“ ist nur 60cm breit und kann beliebig an einander gereiht werden. Trotzdem liefert es 150kW oder auch 320kW, wenn mal ein eiliger PKW geladen werden soll. Das wird durch das standardisierte Kommunikationsprotokoll des Combined-Charging-System nach ISO15118 möglich.

Quelle: Nahverkehrs-praxis – Ausgabe 3/4-2017


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